Ajaccio, die Hauptstadt Korsika`s und liegt im südlichen Teil der Westküste der Insel, direkt an der Nordküste des Golfes, der den gleichen Namen trägt. Die Inselgruppe L’Archipel des Sanguinaires, die blutroten Inseln, ist nur ungefähr zehn Kilometer westlich von der Inselhauptstadt entfernt.
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Die korsische Hauptstadt wurde 1492 von Genuesen gegründet. Der Name soll auf Griechen zurückgehen, die hier als Erste siedelten. Später eroberten die Römer die Stadt und verloren sie darauf an die Langobarden. 1768 fiel die Stadt nach einem Zwist zwischen Pisa und Genua an Frankreich. Ihre heutige Bedeutung erlangte die Stadt als Geburtsort des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte, der 1769 in Ajaccio zur Welt kam und von hier aus in die weite Welt drängte. Noch heute haben die Bewohner ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem bekanntesten Einwohner, sorgte er doch für eine stärkere Bindung der Insel an das französische Mutterland.
Weite Strände und Naturschutz
Durch ihre Lage direkt am Meer bieten die Strände herrliche Ausblicke auf das Meer. Große Teile der Landschaft wurden zum Naturschutzgebiet erklärt.

Campomoro bei Ajaccio
La Scandola gehört zum Weltkulturerbe und ist die einzige europäische Naturschutzzone, die sowohl Wasser- als auch Landgebiete umfasst. Nicht weit entfernt liegt der höchste Berg Korsikas, der Monte Cinto, der 2.706 Meter hoch ist.
Auf den Spuren des großen Korsen Napoleon

Napoleon Bonaparte
Trotz des zwiespältigen Verhältnisses zu ihrem berühmtesten Sohn steht Ajaccio ganz unter dem Einfluss, den der große Korse hier hinterließ. Viele Sehenswürdigkeiten bieten den Besuchern die Gelegenheit, auf den Spuren des französischen Feldherrn und Kaisers zu wandeln. Das Geburtshaus Napoleons und seiner großen Familie dient heute als Museum. Es zeigt unter anderem das Kinderzimmer, in dem Napoleon als Kind gelebt haben soll.
Mit Stolz wird auch auf Felsen am Strand hingewiesen, an denen der kleine Napoleon gespielt und seine Vorliebe das Meer entwickelt haben soll. Das Maison Bonaparte liegt am nach seiner Mutter benannten Place Letizia, auf dem eine Büste des Kaisers von Rom, dem Sohn Napoleons, zu sehen ist. Zu besichtigen ist im ersten Stock des Rathauses eine Ausstellung, die die Geburtsurkunde des Kaisers und Porträts und Skulpturen seiner Familie zeigt. Natürlich wurde auch eine Straße nach ihm benannt, die Rue Bonaparte ist eine schnurgerade Straße in der Altstadt, die die Stadt seinerzeit in ein Luxus- und ein Armenviertel teilte.

Maler im Hafen von Ajaccio
Kunst, Kultur und Kirche
Ein Onkel Napoleons, Cardinal Fesch, veranlasste den Bau eines Museums, dem er nach seinem Tode seine Kunstsammlung vermachte. In Museum Fesch sind über 1.000 Gemälde ausgestellt, die der Kunstliebhaber während seines Lebens gesammelte hatte. Darunter sind Bilder so großer Künstler wie Botticelli, Tizian und Bellini zu finden.
Auf drei Etagen werden die Kunstschätze aus dem 14. bis 19. Jahrhundert gezeigt. Das Musée A Bandera informiert die Besucher über die wechselhafte Geschichte der Stadt. Von der Megalithkultur bis zum korsischen Widerstand bietet die Ausstellung zahlreiche Exponate.
Sehenswertes in Ajaccio:

Ajaccio vom Hafen aus
Die Kathedralen Ajaccios gehören ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Allen voran die aus dem16. Jahrhundert stammende Cathédrale d’Ajaccio lohnt einen Besuch. Hier wurde Napoleon 1771 getauft. Die Kapelle der Église St-Érasme, die dem Schutzpatron der Fischer Erasmus geweiht wurde, zeigt verschiedene Bootsmodelle.